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FAMILIE - GESELLSCHAFT


18F2578

Die Gegenwartsliteratur von Rumänien und Moldawien aufklappen

Mi., 26.09. | 18:30 - 20:00 Uhr | 48,00 €

fbs, Sattlergasse 6, Ulm, 31 Seminarraum, 3. Stock

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Die Gegenwartsliteratur von Rumänien und Moldawien

6 x Mi., 26.9. - 12.12., 18.30 - 20.00 Uhr
Die rum├Ąnische Literatur f├╝hrt noch immer ein ungerechtfertigtes Schattendasein, was deutsche Leser/Innen anlangt. Wenn sie, von Herta M├╝ller einmal abgesehen, Erw├Ąhnung findet, dann zumeist in Gestalt von Mircea Catarescu, der als einsam aufragender ÔÇ×bepreisterÔÇť Monolith aus einer unscheinbaren bis nicht vorhandenen literarischen Landschaft herauszuragen scheint. Dass dem nicht so ist, hat die diesj├Ąhrige Leipziger Buchmesse dankenswerter Weise bewiesen (indem sie den literarischen Suchscheinwerfer auf die rum├Ąnische Literatur gerichtet hat, um mit der Einladung als Gastland die sich hinter Catarescu in der allgemeinen Wahrnehmung nur als L├╝cke auftauchende rum├Ąnische Literaturlandschaft endlich einmal in vollem Licht in Erscheinung treten zu lassen und die vermeintliche dem Unwissen und der Ignoranz geschuldete M├Ąr von der angeblichen literarischen Leere ein f├╝r alle Mal zu verscheuchen). Dabei wurde nicht gekleckert: gleich 40 ├ťbersetzungen hat das rum├Ąnische Kulturinstitut gesponsert und zahlreiche Autor/Innen pr├Ąsentierten ihre Texte. Der Wehrmutstropfen: die gro├čen deutschen Verlagsh├Ąuser lie├čen die T├╝ren geschlossen; kleinere Verlage griffen hingegen die die Unterst├╝tzung des Kulturinstitutes auf und demonstrierten, welche Preziosen dabei den Gro├čen durch die Lappen gegangen waren. Denn die rum├Ąnische Gegenwartsliteratur nimmt Schwung auf - der ├Âkonomischen Misere zum Trotz, in der sich die meisten Autor/Innen befinden in einem Land, in welchem die Bewohner lediglich 3 Euro im Jahr f├╝r B├╝cher ausgeben und die zuverl├Ąssigsten Leser/Innen junge Sch├╝ler und Vorschulkinder sind. Literatur bl├╝ht auch in der Republik Moldau/Moldawien, innerhalb der die rum├Ąnischsprachigen Moldauer mit ca. 68, 5 % die gr├Â├čte ethnische Bev├Âlkerungsgruppe vor Ukrainern und Russen ausmachen (wiewohl sie sich gegen├╝ber den ÔÇ×EUÔÇť-Rum├Ąnen als diskriminiert und deklassiert empfinden, wenn sie f├╝r einen Besuch ihrer gerade mal einen Steinwurf entfernt wohnenden Verwandten f├╝r ein Visum anstehen m├╝ssen).
An sechs Abenden soll anhand ausgew├Ąhlter Textbeispiele ein kleiner Einblick in die zu Unrecht aus der Leser/Innenwahrnehmung herausgefallene rum├Ąnische und moldauische Literatur erm├Âglicht werden.
Beginnen wollen wir mit dem Debutroman einer der herausragenden Autorinnen der zeitgen├Âssischen rum├Ąnischen Literatur:
ADAMESTEANU, Gabriela: Der gleiche Weg an jedem Tag, Sch├Âffling & Co.
  • Leitung: Herrlinger-Mebus, Volker

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